AKUPUNKTUR MÜNCHEN 2017-11-13T21:10:39+00:00

AKUPUNKTUR

Die Traditionelle Chinesische Medizin (dieser Begriff wurde durch die WHO in den 1960er Jahren eingeführt) beobachtet die Funktionen im Körper und beschreibt ihre Abweichungen. Bei ihr steht das Gleichgewicht des Menschen in sich und mit der Umwelt im Mittelpunkt. Der sanfte, ungestörte Fluss der Energien Qi und Xue bringt ein Wohlbefinden mit sich und stellt die Harmonie in den Funktionsabläufen des Körpers wieder her. Das Qi fließt im Körper in bestimmten Leitbahnen (Meridianen), die, wie Flüsse, unseren Körper vernetzen. Dadurch werden die verschiedenen Körperbereiche mit Lebensenergie versorgt. Ist z.B. die Lebensenergie zu schwach oder ein schädigender Faktor zu stark, kommt es zu Beschwerden. Auf diese Weise entstehen aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin unsere Krankheiten.

Der Weg zur Heilung beginnt mit einer ausführlichen Untersuchung; Puls- und Zungendiagnostik sind dabei wesentliche Bestandteile. Die Befunde ergeben in ihrer Zusammenschau eine Diagnose. Im nächsten Schritt werden therapeutische Maßnahmen in Erwägung gezogen.Es gibt verschiedene Therapieformen in der TCM, die Akupunktur (lateinisch acus = Nadel, punctio = das Stechen) ist die im Westen bekannteste Behandlungsmethode.

Akupunktur München

Der Stich mit einer Akupunkturnadel wird, aus Sicht der TCM, als Einwirken auf das energetische Geschehen im Körper verstanden. Dadurch können schädigende, krankhafte Energieanteile abgezogen und ausgeleitet werden. Es kann aber auch ein stimulierender Reiz und Energieimpuls vermittelt werden, der einen stützenden oder bewegenden Einfluss auf das gesamte System ausübt.

Immer mehr Untersuchungen und Erfahrungen von Therapeuten zeigen überzeugende Ergebnisse auf dem Gebiet der Akupunktur. Sie ist ein anerkannter Bestandteil der Therapie bei einer ganzen Reihe von Erkrankungen (z. B. Gelenk- und Rückenschmerzen, chronisch-entzündlichen oder funktionellen Darmerkrankungen, Kopfschmerzen und Migräne, Allergie und Asthma). Schulmedizin und Akupunktur stellen somit eine sinnvolle Kombination dar, um den therapeutischen Nutzen für die Patientinnen und Patienten zu optimieren.

Zur Geschichte der Akupunktur

Archäologische Entdeckungen fanden heraus, dass schon vor mehr als 6.000 Jahren Akupunkturbehandlungen mit sogenannten Steinsplitternadeln durchgeführt wurden.
Im 4. Jahrhundert vor Christus finden sich bei dem Philosophen Mengzi Erwähnungen zur Wärmebehandlung von Akupunkturpunkten (Moxibustion) mit Beifußkraut (Artemisia vulgaris).
Mit ca. 2.000 Jahren vor Christus datiert man das Grundlagenwerk der klassischen Chinesischen Medizin – „ Des Gelben Kaisers Klassiker der Medizin“ ( Neijing ). Dieser Klassiker des Daoismus besteht aus zwei Werken, eines davon ist als „Klassiker der Akupunktur“ ( Lingshu ) bekannt. Es beschreibt Nadeln, Stichtechniken, Akupunkturpunkte, Leitbahnen und Indikationen. Schon in den letzten Jahrhunderten vor der Zeitwende wurden die grundlegenden Normkonventionen der Chinesischen Medizin wie Yin und Yang, Qi und Xue sowie die 5 Wandlungsphasen schriftlich niedergelegt.

Die Lehre der alten Chinesen entwickelte sich stetig weiter, hatte ihre Blütezeiten und Tiefen. Die Erfolge der Westlichen Medizin, historische Entwicklungen in China selbst und eine eher funktionell betonte Lebensweise drängten die östliche Heilkunst zeitweilig in den Hintergrund.
Ab Mitte des 20. Jahrhunderts weckten erste Veröffentlichungen zur TCM in der westlichen Welt (u .a. in Deutschland) ein immer stärker werdendes Interesse an der fernöstlichen Lehre. Darüber hinaus zeigten durchgeführte Studien (z.B. GERAC – Studie) unbestreitbare Erfolge der Akupunkturtherapie. Dies hatte zur Folge, dass als erstes die Akupunktur chronischer Knie- und Rückenschmerzen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen wurde.